Canetti Bilder
LINOLDRUCKE
ZU „DER OHRENZEUGE“ – 30 CHARAKTERE
Über Elias Canetti
Intension
Medium und Auflage
ÜBER ELIAS CANETTI
Als ein Satiriker und Aphoristiker von Rang, verspielt und komisch, nimmt Elias Canetti in „Der Ohrenzeuge“ einer Methode der Beschreibung wieder auf, die in der Antike der Philosoph Theophrast begründet hat.
Als hätte er nie ein Wort über Philosophie oder Soziologie gehört, schildert Canetti Charaktere – etwa den Größenforscher, den Leidverweser, die Tischtuchtolle -, die in ihrer knappen Sprache und in ihren zuweilen surrealistischen Bildern unmittelbar einleuchten und unvergesslich bleiben.
(Text aus Fischer Taschenbuch Verlag 2001)
Das Buch zu Elias Canetti, „Der Ohrenzeuge“ – 50 Charaktere ist bei Hanser erhältlich.
DIE Intension DES KÜNSTLERS
Die Menschen, ihre Geschichten haben den Illustrator und Zeichner Andreas Sauer schon von jeher fasziniert. Es sind ihre ganz individuellen Lebenswege, die Eigenheiten welche sie entwickeln, sie interessant und einzigartig werden lassen – endlose Nuancen eines vielschichtigen, reichen Lebens, das sich in ihren Gesichtern, in ihrer Physiognomie spiegelt und welches entdeckt werden will.
DIE VERBINDUNG ZU CANETTI
Die 50 Charaktere von Canetti haben den Künstler durch die knappe Sprache und skurrilen Typen begeistert. Und eigentlich unmittelbar sieht er darin auch die ihn fesselnde Herausforderung diese beschreibende Welt der merkwürdigen Individuen in die Ebene des „zweidimensionalen“ Bildes zu übersetzen.
ZUR TECHNIK – LINOLDRUCK (Neuauflage 2026)
Die plakative Technik ähnelt dem expressiven Holzschnitt mit der Faszination von klar abgegrenzten Flächen, einem kompromisslosen schwarz und weiss welches mal Licht, mal Schatten oder nur Struktur ist und im Ganzen wieder ein komplexes Bild ergibt.
Die 30 Linoldrucke (Hochdruck) basieren auf Tuschezeichnungen aus 2001.
Die Originale werden am Computer für eine Druckplatten Erstellung mit dem Lasergravierer auf das Endformat (ca. DIN A4) verkleinert und anschließend in einer Auflage von jeweils 3 Exemplaren mit einer Handdruckpresse auf Spezialpapier gedruckt.
Die Umsetzung der noch fehlenden 20 Charaktere sowie deren Druck in drei bis vier Farben sind geplant.